
Und ploetzlich war es der 30.1….
Mir gings fast zu schnell. Nein falsch – genau richtig!
Insgesamt waren wir 28 Stunden von Wien bis Arambol unterwegs und es war mit Sicherheit kein leichter Weg. Abgesehen davon, dass so eine lange Reise ohnehin ganz schoen an Koerper und Nerven hatten wir ja noch einen Auftrag. In Bombay sollten wir die Urne abholen.
Ich habe gewusst, es wird nicht leicht aber es war mehr als das. Die Buerokratie Indiens wurde zu einer echten Herausforderung fuer uns.
Gottseidank hatten wir zwei kompetente, sehr bemuehte junge indische Beamte an unserer Seite. Ohne die zwei haetten wirs wohl nicht gepackt!
Unglaublich wo die Beiden uns ueberall hingeschleppt haben! Nach einer ausgiebigen Dokumenten-checkerei gings zur Police Station, danach ins Health Center, wo uns doch tatsaelich ein Wisch namens “Health Certificate” ausgehaendigt wurde. Sehr schraeg in dem Zusammenhang, fandden wir. Harald, der mich Onkel sei Dank begleitete und ich mussten echt schon schmunzeln aufgrund des ganzen Theaters. Abgsehen von der Absurditaet des gesamten Aufwandes waren die “oeffentlichen Aemter” zu denen wir gebracht wurden ein echter Augenschmaus. Jeder Europaeer haette die sofort als abbruchreife leerstehende Ruinen abgestempelt aber nein – egal wo wir hinkamen es sass dann doch tatsaechlich jemand, der uns auf die mittlerweile 20 Zettel einen Stempel aufdrueckte, oder sein Ixerl machte. Ach wenn ich doch nur Fotos von diesen Orten haette – in Worten ist das nicht zu beschreiben!
Nur dank unseren zwei Jungs (sie waren Gold wert!!!) war es nach 6h nervenaufreibenden Wartens, Umherfahrens, Einschleimens und Dokumenten-Herzeigens soweit….
Da war es. Das Paket auf das wir gewartet hatten. Der Moment, der mich 5 Wochen an Organisation gekostet hatte.
Ich konnte es gar nicht glauben. Harald und ich waren uebergluecklich, als uns die Urne ausgehaendigt wurde und als wir wieder auf den Rest der Truppe trafen, wurden wir mit Jubelschreien begruesst.
Hier ein Foto von der ganzen Crew (exklusive Fotograf Nino) mit Papa im Paeckchen.

Schoen.
Das war geschafft. Also ab nach Goa.
1h Flug und 3h Autofahrt spaeter erreichten wir unser Endziel: Arambol
2 Comments
2 February, 2007 at 14:59
….Na de Christa sitzt oba sehr Elegant(gracious) am Strassenrand !!!mfg Maria
9 February, 2007 at 11:00
Liebe Nini,
der Kalender hat es schon gewusst – du hast die Kraft Berge zu versetzen – aus Liebe.
Als meine Mutter gestorben ist, wurde sie von einem deutschen Beerdigungsinstitut nach Belgien zur Verbrennung überführt. Ich konnte ohne Probleme, einige Wochen später die Urne persönlich in Deutschland in Empfang nehmen und in den Wald tragen, wo sie beigesetzt wurde – Waldfriedhof.
Meine Mutter hat mir damit die Leichtigkeit geschenkt – meine größte Sehnsucht. Dein Vater hat dir deine Kraft fühlbar gemacht, Kraft die aus der Liebe zu einem Menschen wächst.
Ich bin in Gedanken mit euch und freue mich auf weitere Reiseberichte.